Kunst in der Villa Schapira

Auseinandersetzung zu
HEART OF DARKNESS
/ von Joseph Conrad
vom 27. September bis
17. Oktober

TEILNEHMENDE
Jay Vaughan Stefan Stürzer Kristoffer Stefan Christoph Srb Angelique Spanoudis Harry Schiman Walter Roschnik Dagmar Rohm Julie Monaco Litto Jan Lauth Sebastian Kreuzer Ronald Kodritsch Noémi Kiss Tiana Katinka / Kerstin Hruza / Evaversum Nataša Katalina Richard Kaplenig Anton Iakhontov Anton Herzl Eva GRÜN Skip Grabner Christof Gantner Kristina Foggensteiner Govinda Christ Simone Carneiro Hannes Buchwieser Norbert Brunner Kati Bruder Ruben Bacher

Fotocredit (c) Kristoffer Stefan

Bei diesem Experiment soll es wie bei einer Jamsession zu einem Auf-einander-wirken und Reagieren der Arbeiten kommen, um eine lebendige Erfahrung für die Besucher*innen zu ermöglichen.

Angestrebt wird eine interaktive Kommunikation zwischen den Künstler*innen und ein anregender Dialog mit dem Betrachter.

Die Haltung des Protagonisten im Roman Joseph Conrads, die als eine Besonnene und eine sich nach Klarheit Sehnende empfunden werden kann, scheint gegensätzlich zu der Realität dessen, was erzählt wird, zu stehen.

Diese Gegensätzlichkeit soll sich in unserer Auseinandersetzung zeigen: das Installative als Metapher für die Zeitzeichen und die darauf treffenden Arbeiten aus den Ateliers als Metapher für Individuation durch differenziertes Forschen.

Die Räume sind durch einen Kreislauf miteinander verbunden und zeigen sich als mysteriöse Sekretäre, die scheinbar alles verbuchend wissen, deren Meinung aber irrelevant bleibt, und die demnach im Dienst der Offenheit stehen. Im Bipolaren schwankt der „lebendige Körper“ zwischen dem Brauchen und dem Geben. Die Entdeckung von Moral passiert durch Wertschätzung.

Die Besucher*innen passieren Räume mit den Arbeitstiteln:

1 VERGÄNGLICHKEIT
2 HERZ (Black Room)
3 ENGE
4 KONSUM
5 SUPERCHIC
6 SEELE
7 WERTSCHÄTZUNG

Jeder ist autark tätig. Es gibt keine Hierarchie und kein Kuratieren. Experiment ist unser Projekt deshalb, weil eine Räume übergreifende Installation in der Villa entsteht, auf die die Arbeiten der teilnehmenden Künstler reagieren – es ist also keine klassische Ausstellung.

Der Zugang ist ein anderer: in der improvisativen Musik oder bei Jamsessions wird oft über einen Soundteppich soliert. Das heißt, man sucht als Mitwirkender einen Platz.. das kann ergänzend sein, Gegensätzliches ausdrücken, etc. es gibt keine Noten einer fertigen Komposition.. das Wie und Was steht dem Mitwirkenden frei.. die Offenheit ist garantiert. Unser Projekt ist metaphorisch im Hinblick auf die Suche nach dem Warum von Moral zu verstehen, und als künstlerische Auseinandersetzung einer Gemeinschaft, bestehend aus Einzelkämpfern, den Partisanen.