Kunst in der Villa Schapira

Vernissage, 22. Juni 2019 ab 20 Uhr

PARTISANEN
was, wenn kunst doch besinnungslos ist? wenn kunst doch viel zu besinnungslos wär, um je eindeutig verortbar zu sein? gegen oder für etwas. wenn sie unberechenbare partisanin wär …
ach, leute, wollt ihr wirklich „die vielen“ sein?

/ Martin Prinz

23. – 30. Juni 2019 / täglich von 16 – 20 Uhr
und nach persönlicher Vereinbarung unter: Tel. 0699 110 173 06 https://www.facebook.com/events/283396889126079/?active_tab=about

Villa Schapira, 18. Max-Emanuel-Strasse 17

Fotocredit: Yvonne Kaufmann

Flyer: Litto

Was, wenn die benennenden Worte der Kuratoren Gefängnisse darstellen, die zur Verbannung der Kunst führen, weil der Kurator als Vermittler zu mächtig geworden ist in unserer Zeit? Die Verortung in der
Ambivalenz der Worte ist eine absurde.

Wie aber ist es machbar, dem Kunstkonsumenten eine a priori Wahrnehmung zu erleichtern, Kunst einfach erlebbar zu präsentieren?

Hier sind wir der Idee gefolgt, jemanden, der einer anderen künstlerischen Tätigkeit entstammt, beziehungsweise auf andere Art über eine verfeinerte Wahrnehmung verfügt, mit den Schaffungsprozessen und Lebensstrategien diverser Künstler zu konfrontieren.

Seine als Haikus verfassten Zeichen des Erinnerns werden seiner Wahl der Arbeiten beigefügt. Hier erleben wir also eine Wahrnehmung auf Augenhöhe und am Abend des Events die Inszenierung, die dem Gelernten einziger Diener ist aus Loyalität. Dadurch lässt sich das Event aber auch nicht als Vernissage oder dergleichen benennen. Vielmehr ist die Herangehensweise der Künstler im Mittelpunkt und ihre Erzeugnisse dementsprechend nehmbarer. Partisanen sind parteilose Kämpfer und im Widerstand. Das Diktat unserer Zeit neigt sich unter den Zwängen des Kapitalistischen Systems. Vom Künstler wird erwartet, dass er auch Managerqualitäten lebt. Dies steht aber im Widerspruch zum unkorrupierbaren Partisanen. Auch die Knechtschaft durch den Galeriebetrieb ist eine Verführung in der Art der Prostitution. „Zuerst die Moral und dann das Fressen“ – frei nach Brecht. Also:
Hin zur Sternstunde, hin zur Insel.